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Hündin nach Kastration "durchgeknallt" 
BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 15:02 Antworten mit Zitat
Maximama



 
Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 6
Traurig Ich bin völlig verzweifelt. Meine 13 Monate alte Hündin wurde vor 6 Tagen Kastriert ( incl. Entfernung der Gebärmutter ). Was ich noch als normal ansah, daß sie am Tag der OP nur schlief und 4 Stunden winselte ( vor Schmerzen ). Aber dann am nächsten Tag keine positive Veränderung. Sie liegt NUR in ihrem Bettchen. Wenn wir sie streicheln wollen, oder nur in ihre Nähe kommen knurrt sie uns an. Gassi gehen möchte sie auch nicht. Allerdings zwingen wir sie drei mal am Tag dazu. Sie knurrt und faucht uns dann zwar bitterböse an, aber da muß sie durch. Selten, aber ab und zu passiert´s , daß sie mal für 6 - 10 Sekunden ihr Bettchen verläßt, dann rennt sie wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung, mit eingezogenem Hinterteil und eingezogenem Schwanz. Sie ist an nichts mehr interessiert. Was sie früher höllisch interessant fand, ist ihr alles Banane. Und seit zwei Tagen " gaggert " sie fast ständig vor sich hin. Wir waren zwei Tage nach der OP mit ihr beim TA. Der stellte erhöhte Temperatur fest ( 39,5 ) gab ihr eine Antibiotikaspritze und meinte daß sie halt ein " Seelchen " ist, bei ihr dauert es halt etwas länger. Aber es ist nun schon fast eine Woche vergangen und sie mag uns immer noch nicht leiden und liegt teilnamslos herum. Fieber kontroliere ich - hat sie keines mehr. Ich bin völlig verzweifelt. Was habe ich meiner Maxi bloß angetan. Ich bereue es mittlerweile, daß ich sie kastrieren ließ. Was kann ich tun? Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ich würde mich sehr über Antworten freuen.
Maximama
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BeitragVerfasst am: 04.01.2010, 23:33 Antworten mit Zitat
Terrier-Lady


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Alter: 49
 
Anmeldungsdatum: 20.04.2008
Beiträge: 27
Wohnort: Schwabenland
Warum hast du sie kastrieren lassen ??? Gab es da Probleme ???

Das ist eigentlich nicht normal - ich würde nochmals zum TA gehen. War das dein Haustierarzt der die OP durchgeführt hat ??? Welche Narkose wurde gemacht ???

Gruß Terrier-Lady
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BeitragVerfasst am: 04.01.2010, 23:52 Antworten mit Zitat
Maximama



 
Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 6
Ich ließ sie auf Anraten unseres TA kastrieren, weil das Krebsrisiko dadurch stark gemindert wird. Allerdings habe ich seit gestern Abend gemerkt, daß Maxi wahrscheinlich etwas schauspielert. Zu Hause pennt sie nur, und wenn sie mal kurz den Korb verläßt, dann mit eingekniffenem Schwanz und eingezogenem Hinterteil. Als ich aber gestern Abend mit ihr beim Gassi gehen zwei ihrer Freunde traf und sie ( ganz die Alte ) mit ihnen im Schnee getobt hat wie blöd, war ich völlig perplex. Ich denke die spielt nur bei uns zu Hause die Leidende, weil sie mit uns beleidigt ist. Nach dem Motto: Was habt ihr bösen Menschen mir nur angetan......Das bestätigte auch unser TA, den ich heute morgen anrief.
Danke für deine Antwort
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BeitragVerfasst am: 18.01.2010, 04:47 Antworten mit Zitat
pizlein


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
 
Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 12
hmmmm... ja kann schon möglich sein.... Hunde sind zwar in der Lage einen Menschen zu manipulieren... allerdings meistens aus Instinkt (und nicht Schläue oder Hinterlist) um weiter zu kommen (Futter, Aufmerksamkeit, etc.)
Hunde sind wohl die "grausam" ehrlichsten und einfachsten Tiere der Welt Winken

Ich frage mich an dieser Stelle was dein Hündchen damit bezweckt, zu "schauspielern"???
Falls Sie etwas bezweckt, dann wahrscheinlich um Menschen von sich fern zu halten...
Klar gibt es sensible und weniger sensible Hunde. Allerdings scheint euer Hund schlechte Erfahrungen vor, während oder nach der OP gemacht zu haben. Will den Teufel nicht an die Wand malen aber evtl. ist euer Hundchen unter Zwang (festhalten) narkotisiert worden, oder nicht ausreichend narkotisiert worden (ganz schlimm da der Hund die OP mitbekommt), oder in der Aufwachphase nicht ausreichend betreut worden...
Sind alles nur Mutmaßungen allerdings hört sich euer Fall ziemlich danach an. Und den Tierarzt darauf anzusprechen würde euch auf keinen Fall weiterbringen, da er es unter Umständen warscheinlich sowieso nicht zugibt. Habe schon gehört dass manche Tierärzte an Narkosemittel sparen und günstiges oder gar weniger nehmen und trotzdem ganz verrechnen. Manchmal sind gewisse Tierärzte auch einfach zu Nachlässig oder zu Routiniert um auf das Wesen des Hundes einzugehen.

Jetzt gilt es, das Vertrauen zum Menschen mit Leckerlis, Streicheleinheiten, Kunststückchen, Nasenarbeit, Spielen und interessanten Spaziergängen wieder aufzubauen...
Sollte dein Hund dich weiterhin anknurren ist es ratsam trotz allem Mitleid deine Position als Rudelführer nicht in Frage zu stellen und eventuell mit korrigierendem Verhalten wie einem leichtem Klaps auf die Schnauze oder Fingerpiecks in die Rippen und einem "gscht"-Laut einzugreifen um weiteres Aggressives Verhalten auszuschließen und das Knurren abzustellen.
Mit Chef-Gehabe geht es in erster Linie nicht drum den Hund zu dominieren, sondern um ihm Sicherheit zu geben und Verantwortung zu übernehmen... Quasi, ich bin der Aufpasser und Krisen-Regler, der im Zweifelsfall auch die Macht hat, dich mein geliebtes Hündchen vor anderen Bösen Dingen zu beschützen. Dies kann auch das Band zwischen Hund und Mensch stärken und den Hund ohne Bestechung mit Leckerlis zum treuen Gefolgen machen.

Bin selber eigentlich ein Fan von sanften Erziehungsmehtoden... als allerding alles "Sanfte" trotz Hilfe von Martin Rütters Gefolgen nichts half bin ich durch Zufall auf "cesars-way" gestossen und habe seitdem keine Hyperaktive und freche.. sonder ausgeglichene und treu-brave Hündin bei der mittlerweile ein "gscht"-Laut reicht um die Fronten zu klären. Meistens reicht schon mein Blick Winken

Muss hier klarstellen, dass ich weiterhin Feind von Schlägen bin.... jedoch Fan von "hündischer" Erziehung.

Denn dass dich deine Hündin anknurrt ist schon ziemlich krass und eine Warnung die vor dem Schnappen kommt.... Viel Vertrauen scheint Sie zumindest nicht mehr in dich bzw. allgemein Menschen zu haben.
Vielleicht braucht Sie momentan aber wirklich nur ihre Ruhe und die Gassi-Geherei ist ihr zu viel... wartet ab, bis sie selbst Anstalten macht raus zu gehen... Irgendwann muss sie ja...

Nebenbei:
Sollte sich eine solche Erziehungsmethode interessieren empfehle ich Literatur von Cesar Millan oder Frau Anita Balser.

Hoffe dies hilft dir etwas weiter und du fasst meinen Bericht nicht als Besserwisserei oder Angriff auf sondern eher als Hilfe und Unterstützung!

Wünschte, mir hätte damals jemand einen solchen Tipp gegeben... aber wahrscheinlich wäre ich damals erbost gewesen und hätte meine "Babys" weiter auf meiner Nase herumtanzen lassen... hehe Winken
Kommt Zeit kommt Rat....

Wünsche dir auf jeden Fall Besserung in deiner misslichen Lage!


Liebe Grüße

Pizlein
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BeitragVerfasst am: 18.01.2010, 05:00 Antworten mit Zitat
pizlein


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
 
Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 12
mir kommt gerade auch noch in den Sinn, dass euer Hundchen wirklich indirekt enttäuscht von euch ist... wenn ihr den Hund z.B. beim Tierarzt abgeliefert habt... vielleicht noch nett zugeredet habt sodass der Hund sich gefreut hat und dann plötzlich gegangen seit und ihn im Stich gelassen habt.

Wenn ein Rudel einen Hund im Stich lässt muss der Hund meistens Krank oder Alt sein... beides war nicht der Fall... somit ist er in seiner Rangordnung eh schon geschwächt und diskriminiert worden... und dann ist auch noch was schlimmes passiert.... die OP...

Allerdings sagen andere Studien, dass der Hund sich nur das momentane Merkt und in der Realität und nicht in der Vergangenheit lebt... bzw. nicht Nachtragend ist sondern nur von Erfahrungen lebt.... daher soll es auch überhaupt möglich sein, einen Hund mit bisher schlechten Erfahrungen durch Indikation mit guten Erfahrungen einwandfrei zu therapieren.
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BeitragVerfasst am: 18.01.2010, 11:53 Antworten mit Zitat
Maximama



 
Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 6
Hi Pizlein,
erstmal vielen Dank für deine umfangreiche Antwort.
Mittlerweile hat sich alles wieder normalisiert. Am Tag als die Fäden gezogen wurden war es, als hätte man bei meiner Maxi einen Hebel umgelegt. Sie war wieder lieb und brav wie vorher. Ich denke daß die Fäden sie gepiekst und gestört haben, daß durch die Fäden vielleicht auch die Naht/Wunde etwas gespannt hat. Jedenfalls haben wir unsere alte Maxi wieder.
Als wir sie am Tag der OP beim TA abgegeben haben, durften wir dabei bleiben, bis sie geschlafen hat. Und wir mußten eine ( IHRE!!! ) Decke - ungewaschen mit ihrem und unserem Geruch dran - dabei haben, wo sie sofort nach der OP - zum Erwachen - drauf gelegt wird. Wir durften sie sowieso schon nach einer Stunde wieder abholen.
Auf das Geknurre zu Hause hab ich schon mit einem leichten Klapps auf Schnäuzle reagiert und gscht gemacht. Aber ich denke sie wollte einfach ihre Ruhe. Unser TA ( den ich als sehr kompetent und einfühlsam erlebe ) meinte auch : sie ist halt nur eingeschnappt mit uns.
Und man hat nach gesehen, daß sie sich relativ schnell wieder eingekriegt hat.
Ich danke dir trotzdem nochmal für deine Antwort.
Ich wünsche dir und deinem Wautzi alles Liebe
Maximama
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BeitragVerfasst am: 18.01.2010, 12:53 Antworten mit Zitat
pizlein


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
 
Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 12
suuuuper! Freut mich, das alles wieder normal ist und keiner der schwereren "Ausnahmefälle"

Ja wenn man jemand ständig tratzt (in dem Fall waren es die Fäden) ist es kein Wunder, dass man mal Zickig reagiert Winken

Gut, dass du einen kompetenten Tierarzt deines Vertrauens hast. Ich bin da leider schon einigen Inkompetenten begegnet. Daher ist meine Haltungsweise eher misstrauisch. Und seither neige ich dazu mir Tierpsychologisch durch Erfahrungen und Recherche selbst Wissen anzueignen.... Natürlich in 1. Linie um meine Wauzis besser zu verstehen...

Hoffe ich werde noch den richtigen TA finden

Liebe Grüße

Pizlein
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